Sonntag, 21. Juni 2015

2015-06-20 Samstag


A7 A70 A71 A4 A9 A10 A24 A19… Treffer versenkt… ähh… ich meine endlich angekommen. Nach diversen Autobahnen, 9 ½ Stunden  und 2 Tankfüllungen sind wir mit durchschnittlich 90 km/h von Würzburg nach Rostock gerast. Währenddessen konnte ich herausfinden, dass es auch angenehme Verkehrsteilnehmer auf Autobahnen gibt, die einem per Lichthupe anzeigen, wann man wieder einscheren darf. Dank einigen LKW-Fahren und genauso vielen Überholvorgängen habe ich mein Vertrauen in die Menschheit, zumindest hinterm Steuer, etwas wiedererlangt. Dabei ging ich fest davon aus, dass wertvolle Teile des sozialen und des Gefahrbewertungszentrum des Hirns, bei Autobahnfahrten nicht mitfahren dürfen. Wohl nicht ganz so…


In Rostock angekommen sichten wir kurz den Check-in für die Fährfahrt morgen und begeben uns in die Innenstadt. Das Wetter ist zwar nicht so prickelnd, aber es regnet immerhin nicht. Und der Wind muss hier wohl so sein. Wenn der immer so stark ist, verstehe ich aus welchem Grund sie hier viele Kirchenfenster einfach zugemauert haben… ansonsten nicht.

In der Stadt finden sich ein paar schöne Häuser und ein belebter Stadtkern, wenn man nicht erst am alten Markt sucht. Da sucht man nämlich lange nach Menschen… mitten in der Stadt.

Nach einem Happen und einem dringend notwendigem Mittagsschläfchen ist der zweite Teil unserer Crew am Bahnhof eingetroffen. Franziska, Linus und Mattis haben noch kurz zuvor Hamburg besucht, um sich zu sparen um 3 Uhr aufzustehen und etwas länger auf der Autobahn verbringen zu müssen.
Nun komplett geht’s am Kanal entlang und auch schon wieder zum Abendessen.


Welches Dank Unmengen Käses die Müdigkeit so weit vertieft, dass wir alle ziemlich schnell ins Wohnmobil fallen, welches auf dem Hafenparkplatz davor brav auf uns wartet. Betten zum ersten Mal aufgebaut und die Rollläden zugezogen, lässt sich das Sandmännchen heute nicht sehr lange Zeit verwendet aber unbedachter Weise heute etwas weniger Sand als sonst. Es hatte wohl nicht die Disko neben dem Parkplatz bemerkt noch den heftigen Regen bedacht?! :)
Der nächste frühe morgen wartet in Form einer Fährfahrt auf uns und auch die Sonne zeigt sich hinter ein paar Wolken.



Auf der Fähre gibt’s ein leckeres Frühstück und man kann sich zum Beinevertreten heraussuchen, ob man linkerhand zur Fahrtrichtung auf Deck geht, oder rechterhand. Egal auf welcher Seite man aber steht, man sieht ja immer auf der anderen viel me(h)er.


 

Nach einem Abstecher in den Bordshop zu Wiki und den Wölfen…



…und ein paar Seiten in meinem Buch…




…ist nicht nur die Sonne, sondern auch Land in Sicht gekommen.



Und schon sind wir in Schweden. Nach nur anderthalb Tagen. Schnell von der Fähre nach Trelleborg und weiter zum nächsten Strand… weil da ja der Urlaub anfängt. So machen wir uns an der Küste entlang auf nach Skanör und Falsterbo, was zwei aneinanderliegende ehemalige Fischerdörfer sind, und uns in letzterem ein Inchecking-Schild zum Rasten einlädt.

Jetzt aber ab zum Strand. Durch einen kleinen Wald und schilfbewachsene Dünen machen wir uns auf zur Ostsee mal von einer  ganz anderen Seite. Den Linus konnten wir gerade noch vor der Versandung bewahren…



…bis wir endlich das Tor zum Strand durchschreiten.



Das Wasser ist kalt und klar und hätte ich schon eine Badehose angehabt, dann wäre ich auch nicht direkt hineingesprungen, weil –wie gerade erwähnt- kalt.

Nach diversen Muschelfunden und einem Strandspaziergang finde ich auf einer Düne eine Familie, die der sehr ähnlich sieht, mit welcher ich gerade angereist bin. Aus diesem Grund habe ich sie einmal fotographiert.


Sehr wichtig zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass der Sand quietscht, wenn man darüber läuft. Ich gehe davon aus, dass dieser recht sensibel ist und durch quietschähnliche Schmerzensschreie darauf hinweist, dass man ihn zertreten hat.




Aber naja, im Urlaub kann man ja nicht auch noch auf den Strand Rücksicht nehmen…

Schön wieder hungrig stellen wir im Kiosk von unserem Campingplatz fest, dass man doch recht viel Schwedisch schon irgendwoher kennt. Ich kann mir noch nicht erklären warum, aber vielleicht war ich ja mal in einem früheren Leben ein Schwede…? 



Und um den Urlaub mit einem gebührenden multinationalen Fest in der Pfanne zu  beginnen, gibt es Köttbullar und Nürnbergerli und ich spreche nicht von mir.

Was aber nicht jedem von uns so gut mundete wie mir, da die kleingeschnittenen Kartoffeln schon etwas kälter waren, als die Köttbullar-Stückchen, bemerkte Mattis. Da war das Timing wohl noch nicht perfekt… aber wir arbeiten daran.

Ein kleiner Abendspaziergang lässt uns noch ein paar schöne Häuschen betrachten und erste Mutmaßungen zur Sprache aufstellen.


Denn wenn man nun deutsch einfach etwas ungenau ausspricht, dann könnte aus ‚bezahlter Platz‘ ganz schnell auch ‚betald Plats‘ und aus Versammlungsheim ‚Församlingshem‘ werden. Etwas fränkisch oder etwas gelallt… oder eine Mischung von beidem, so die bisherige Theorie, könnte zu guten Schwedisch Kenntnissen führen. Aber das können wir ja gerne mal ausprobieren…













…aber wohl nicht mehr heute. :)



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