A7 A70
A71 A4 A9 A10 A24 A19… Treffer versenkt… ähh… ich meine endlich angekommen.
Nach diversen Autobahnen, 9 ½ Stunden
und 2 Tankfüllungen sind wir mit durchschnittlich 90 km/h von Würzburg
nach Rostock gerast. Währenddessen konnte ich herausfinden, dass es auch
angenehme Verkehrsteilnehmer auf Autobahnen gibt, die einem per Lichthupe
anzeigen, wann man wieder einscheren darf. Dank einigen LKW-Fahren und genauso
vielen Überholvorgängen habe ich mein Vertrauen in die Menschheit, zumindest
hinterm Steuer, etwas wiedererlangt. Dabei ging ich fest davon aus, dass
wertvolle Teile des sozialen und des Gefahrbewertungszentrum des Hirns, bei
Autobahnfahrten nicht mitfahren dürfen. Wohl nicht ganz so…
In Rostock
angekommen sichten wir kurz den Check-in für die Fährfahrt morgen und begeben
uns in die Innenstadt. Das Wetter ist zwar nicht so prickelnd, aber es regnet
immerhin nicht. Und der Wind muss hier wohl so sein. Wenn der immer so stark
ist, verstehe ich aus welchem Grund sie hier viele Kirchenfenster einfach
zugemauert haben… ansonsten nicht.
In der Stadt
finden sich ein paar schöne Häuser und ein belebter Stadtkern, wenn man nicht
erst am alten Markt sucht. Da sucht man nämlich lange nach Menschen… mitten in
der Stadt.
Nach einem Happen
und einem dringend notwendigem Mittagsschläfchen ist der zweite Teil unserer
Crew am Bahnhof eingetroffen. Franziska, Linus und Mattis haben noch kurz zuvor
Hamburg besucht, um sich zu sparen um 3 Uhr aufzustehen und etwas länger auf
der Autobahn verbringen zu müssen.
Nun
komplett geht’s am Kanal entlang und auch schon wieder zum Abendessen.
Welches Dank
Unmengen Käses die Müdigkeit so weit vertieft, dass wir alle ziemlich schnell
ins Wohnmobil fallen, welches auf dem Hafenparkplatz davor brav auf uns wartet.
Betten zum ersten Mal aufgebaut und die Rollläden zugezogen, lässt sich das
Sandmännchen heute nicht sehr lange Zeit verwendet aber unbedachter Weise heute
etwas weniger Sand als sonst. Es hatte wohl nicht die Disko neben dem Parkplatz
bemerkt noch den heftigen Regen bedacht?! :)
Der nächste frühe morgen wartet in Form einer
Fährfahrt auf uns und auch die Sonne zeigt sich hinter ein paar Wolken.
Auf
der Fähre gibt’s ein leckeres Frühstück und man kann sich zum Beinevertreten
heraussuchen, ob man linkerhand zur Fahrtrichtung auf Deck geht, oder
rechterhand. Egal auf welcher Seite man aber steht, man sieht ja immer auf der
anderen viel me(h)er.
Nach einem
Abstecher in den Bordshop zu Wiki und den Wölfen…
…und ein paar
Seiten in meinem Buch…
…ist
nicht nur die Sonne, sondern auch Land in Sicht gekommen.
Und
schon sind wir in Schweden. Nach nur anderthalb Tagen. Schnell von der Fähre
nach Trelleborg und weiter zum nächsten Strand… weil da ja der Urlaub anfängt.
So machen wir uns an der Küste entlang auf nach Skanör und Falsterbo, was zwei
aneinanderliegende ehemalige Fischerdörfer sind, und uns in letzterem ein
Inchecking-Schild zum Rasten einlädt.
Jetzt aber ab zum
Strand. Durch einen kleinen Wald und schilfbewachsene Dünen machen wir uns auf
zur Ostsee mal von einer ganz anderen
Seite. Den Linus konnten wir gerade noch vor der Versandung bewahren…
…bis
wir endlich das Tor zum Strand durchschreiten.
Das
Wasser ist kalt und klar und hätte ich schon eine Badehose angehabt, dann wäre
ich auch nicht direkt hineingesprungen, weil –wie gerade erwähnt- kalt.
Nach
diversen Muschelfunden und einem Strandspaziergang finde ich auf einer Düne
eine Familie, die der sehr ähnlich sieht, mit welcher ich gerade angereist bin.
Aus diesem Grund habe ich sie einmal fotographiert.
Sehr
wichtig zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass der Sand quietscht, wenn man
darüber läuft. Ich gehe davon aus, dass dieser recht sensibel ist und durch
quietschähnliche Schmerzensschreie darauf hinweist, dass man ihn zertreten hat.
Aber
naja, im Urlaub kann man ja nicht auch noch auf den Strand Rücksicht nehmen…
Schön wieder
hungrig stellen wir im Kiosk von unserem Campingplatz fest, dass man doch recht
viel Schwedisch schon irgendwoher kennt. Ich kann mir noch nicht erklären warum,
aber vielleicht war ich ja mal in einem früheren Leben ein Schwede…?
Und um den Urlaub
mit einem gebührenden multinationalen Fest in der Pfanne zu beginnen, gibt es Köttbullar und Nürnbergerli
und ich spreche nicht von mir.
Was aber nicht
jedem von uns so gut mundete wie mir, da die kleingeschnittenen Kartoffeln
schon etwas kälter waren, als die Köttbullar-Stückchen, bemerkte Mattis. Da war
das Timing wohl noch nicht perfekt… aber wir arbeiten daran.
Ein kleiner
Abendspaziergang lässt uns noch ein paar schöne Häuschen betrachten und erste
Mutmaßungen zur Sprache aufstellen.
Denn wenn man nun
deutsch einfach etwas ungenau ausspricht, dann könnte aus ‚bezahlter Platz‘
ganz schnell auch ‚betald Plats‘ und aus Versammlungsheim ‚Församlingshem‘
werden. Etwas fränkisch oder etwas gelallt… oder eine Mischung von beidem, so
die bisherige Theorie, könnte zu guten Schwedisch Kenntnissen führen. Aber das
können wir ja gerne mal ausprobieren…
…aber wohl nicht
mehr heute. :)







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