Großes Lob! Wir sind jetzt gerade den 3ten Tag hier, aber die Sauberkeit
die man überall vorfindet, sucht ihresgleichen. Alles… Dörfer, Städte, Straßen,
Strand, etc. ist einfach sauber und ordentlich hergerichtet. Die 3
Campingplätze, die wir bis hierher gesehen haben, verfügen über einwandfreie
Toiletten oder können mit den Toiletten von gehobenen Restaurants in
Deutschland mithalten.
Insgesamt ist es in Schweden auch alles etwas offener… so kommt es einem
jedenfalls vor, wenn man sich die Häuser ansieht. Fast alle Häuser sind
ebenerdig und man blickt direkt auf oder durch den Wintergarten oder sogar
durch das ganze Haus, wenn man davor steht. Und wenn wir gerade bei den Häusern
sind, diese sind teilweise vereinzelt an Straßen durch kleine Wälder links und
rechts in die Landschaft eingefügt. Der Postbote, der wie bei uns auf der
rechten Seite fährt, müsste immer aussteigen, um zu den Briefkästen zu
gelangen. Aus diesem Grund haben die Postautos ihr Steuer, trotz Rechtsverkehr,
auf der rechten Seite und können so direkt aus dem Fenster die Briefkästen am
Straßenrand bedienen. Und wenn wir gerade bei den Straßen sind, hier sind die
Hintergründe der Straßenschilder gelb, aber was noch viel toller ist, das sind
die landesfarbigen Verkehrswarnhinweisschilder.
Genug dazu. Heute sind wir etwas später erst losgekommen und konnten auch
dem Regen nicht komplett entfliehen. Unser Ziel war es heute die Ostküste ein
ganzes Stück weiter nordwärts zu kommen und so haben wir den Ursprungsort des Plastikflaschen-Aldi-Bieres Karlskrona
besucht. Das mit dem Bier stimmt jetzt zwar nicht, aber die Stadt haben wir
trotzdem besucht. Diese ist malerischer Weise auf Halbinseln und Inselchen
verteilt und beherbergt auch einen großen Marinestützpunkt.
Passend angezogen fürs Wetter machen wir uns auf zur Frederiks-kyrka
(Kirche), am Admiralsglockenturm vorbei geht’s kurz auf einem
Piratenspielplatz. Nebenbei erwähnt gibt es hier unglaublich viele Spielplätze,
die alle wunderbar gepflegt und sauber sind. Scheint mir sehr Kinderlieb zu sein
dieses Schweden. Überall findet man auch öffentliche Toiletten. Das passt auch
in diese Vermutung.
Linus beobachtet aus seinem Ausguck unser Robbenwettrennen, aber an dieser
Stelle sei gesagt: Bei den Dreharbeiten wurden keine Tiere verletzt, gequält
oder getötet.
Weiter geht’s zur Admiralskapelle, die innen aussieht wie eine hölzerne
Kirche aus der Zeit der amerikanischen Pilgerväter. Ein netter Schwedenbube,
der einen Nebenjob als Guide hier innehat, erklärt uns noch die Geschichte zu
dem um Geld bittenden Herrn Rosenboom.
Dieser war ein armer Bettler gewesen vor
300 Jahren. Umherziehend wurde er mal hier mal dort versorgt und eines
Winterabends aß er bei einer Familie und ließ sich auch den Schnaps gut
schmecken. Angeheitert fing er Streit an und wurde kurzerhand herausgeworfen.
Wärmesuchend fand er aber auch in der Kirche keinen Einlass, da niemand zu
Hause war. Deswegern erfror er in dieser Nacht vor der Kirche. Der Mann der ihn
erst bewirtete und dann rauswarf, hatte ein so schlechtes Gewissen bekommen,
dass er ihm eine Statue errichten ließ. Dieser lässt sich der Hut nach hinten
kippen, was den Geldschlitz freigibt. Spendenerlöse gehen an die Kirche und
Bedürftige.
Und die Statue des Namensgebers dieses Bloges hätten wir beinahe übersehen.
Denn diese ist tatsächlich so groß, wie man sich ihn vorstellt. So groß, als
könnte er auf einer Gans mitfliegen. Und er springt gerade aus einem Buch, was
auf Schwedisch ‚Sprunge nur boken‘ heißt.
Weiter am Pier entlang sehen wir ein Marineschiff, ein U-Boot und einen
schönen Vorgarten und wir verlassen schon wieder Karlskrona, was auf jeden Fall
einen Besuch wert war.
Weiter zum nächsten Campingplatz Trummenäs...
...welcher ganz
nahe liegt, durchfahren wir den letzten Schauer von heute und können noch der
Sonne beim Einschlafen zusehen.
Morgen, wenn sie wieder auftaucht aus dem Wasser, probiere ich das mit der
Ostsee auch mal aus…
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen