3 ganze Tage stehen uns noch bevor und man kann wie immer sagen wenn man rückblickend spricht, dass die letzten 2 Wochen doch sehr schnell vorbei gingen. Viele schöne Dinge haben wir gesehen und werden sicherlich noch ein paar Sights in den nächsten 3 Tagen besuchen.
Insgesamt kann man auch schon sagen, dass es ein sehr schöner Urlaub war mit meinen beiden Cousinen und der einen Familie. Nicht immer widerstandslos urlaubten aber auch Linus und Mattis fleißig mit!^^
Heute begann recht früh für mich, da ich mir noch kurz vor der Weiterreise ein bisschen die Insel Visingsö ansehen wollte, die im Vättern liegt. Von früh bis spät fahren hier halbstündlich oder stündlich Fähren hin und her von Gränna nach Visingsö für nur 50 sk.
Und da ich um 6:55 fahre ist auch noch kein ... anderer da und ich habe die ganze Fähre für gut 2,50 € allein für mich.
Die Überfahrt dauert 20 Minuten und schon kommen wir in Visingsö an und die Fähre lässt durch ihre aufgeklappte Schnauze Fahrzeuge raus und rein.
Gleich marschier ich weiter zum wichtigsten Spot Visingsborg, von welchem aber nur noch der kleine Nordflügel steht. Trotzdem würde auch dieser schon für eine Burg ausreichen.
Vom 16. bis zum 17. Jahrhundert wurde das ganze als Gefängnis für Kriegsgefangene verwendet und wenn man sich hier so umsieht, dann hätte es einen sicherlich schlechter treffen können.
Unglaublich idyllisch, vor allem um diese Uhrzeit, und malerisch ist auch diese Insel und bei den später bis zu 39 °C ist das Wetter heißer, als der überall verwendete Vergleich zur Mittelmeerstadt vermuten lässt. Aber das mag auch an der aktuellen Hitzewelle liegen. Dennoch wunderschön so.
Ins innere der Insel gewandt an dem botanischen Gärtchen un 2, 3 schönen Bauernhöfen vorbei kommt man zur...
...Brahekyrkan.
Am wieder umliegenden Friedhof befindet sich noch ein weiteres schönes Türmchen.
Und da ich den Rest der Reisegesellschaft nicht warten lassen möchte, geht es auch gleich wieder zurück.
Und weiter in eine knapp 2 Stunden entfernte Westernstadt, High Chaparral bei Hillerstorp. Ich weiß zwar nicht genau, wie man die Verbindung zwischen dem wilden Westen und Schweden sich gedacht hatte, aber das ist ja manchmal nicht so wichtig.
Betreten tun wir aber, wie alles bisher, eine wunderbar hergerichtete und authentisch wirkende Wild West Bühne bei welcher alles stimmt und mit einer großen Liebe zum Detail hergerichtet ist. Tolle Westernhäuser und Straßenzüge...
...Wanted-Plakate...
...einem Schaufelraddampfer (der auf Schienen im Wasser fährt, aber egal; das hatte man nicht auf Anhieb gesehen)...
...und natürlich einer Eisenbahn, die immer einmal auf der Strecke durch den Park überfallen wird.
Und unsere erste Attraktion, an welche sich mein Rücken noch am besten erinnert, ist 'Goldwaschen'. Auch wenn unser Gold nur Messingspähne und -stückchen waren, hat es unglaublich viel Spaß gemacht und ist sehr zu empfehlen. Ich hätte den ganzen Tag in dem Sand-Wasser-Pseudogold panschen können...
...und nun bin ich bereit für den nächsten Goldrausch. Und wenn man ein wenig 'Gold' gesammelt hatte und aufhören wollte, ging man zu der Goldwaschfrau, die mir davor schon versicherte, dass es echtes Gold ist un ließ sich eine Münze 'schmelzen' und 'prägen'. Ich war diesem Fieber wohl etwas zu sehr verfallen und hab geistesabwesend und naiv gefragt, ob die Münze noch heiß ist. Das bekomme ich sicher nie wieder los... aber alle waren amüsiert. Und nicht nur 5 Minuten.^^
Und die ganze 'echte' Goldmünze hat man erwaschen mit ohne Werkzeug und nur mit einer Schüssel... und wie gut das ging. Ich bin immer noch begeistert. Ich werde Messingschürfer... nicht.
Wir haben es schon krachen und schießen hören von weitem und stoßen aber nur wenige Minuen zu spät zu einer tollen Aufführung mit Pferden, Krachen, Feuer, Knallen und spektakulären Stunts, die man sich auch hier wieder ohne simultane Übersetzung ansehen konnte.
Und wo es Cowboys gib, da gibt es auch Indianer!
Auch mit einem authentischen Lager und einer Tanzvorführung mit Indianermusik. Diese kommt aus einem anderen Kulturkreis und ist etwas gewöhnungsbedürftig. Wildes Getrommel mit schreiähnlichem Gesang, was man sicherlich nicht in seiner Mietwohnung üben sollte, da sich sicherlich andere Bewohner sorgen würden. Und einen grausamen Mord vermutend sicherlich die Polizei rufen würden.
Interessant anzusehen, war es aber allemal. Und nach dem Indianerlager, fehlt natürlich noch ein kleines altes mexikanisches Städtchen.
Und dort springt und kämpft und klettert Zorro über die Dächer und auch mitten durch die auf dem Platz versammelten Zuschauer wird hindurchgeschauspielert. Auch hier wieder eine tolle Performance und eines meiner Highlights für heute.
Und dann war es das fast schon wieder für heute. Nach ein paar letzten Schritten lassen wir uns die Hufe nochmal neu beschlagen, ...
...satteln die Hühner und fliegen mit unserem niels-holgersonschen Wohnmobil-Hausgans Martin weiter zur Halbinsel Kullen und zum Campingplatz bei Mölle. Dies liegt wieder an der Westküste Schwedens bei Kattegat, noch etwas nördlicher, als wir anfingen, aber schon wieder in anderthalbstündiger Heim-Fähr-Reichweite.
Morgen lassen wir uns dann in die Kunstwelt von Lars Vilks entführen und ich bin mal auf Nimis und Arx gespannt.
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