Montag, 6. Juli 2015

2015-07-06 Montag

21:37... Mattis will ein Eis

Mattis: Ich will ein Eis.
Torsten: Lass mich kurz überlegen... nein.
Mattis: Ich will ein Eis.
Torsten: Du bekommst morgen ein Eis.
Mattis: Ich will jetzt ein Eis.
Torsten: Willst du morgen ein Eis.
Mattis: Nein jetzt.
Torsten: Willst du morgen ein Eis.
Mattis: Nein jetzt.
Torsten: Willst du morgen ein Eis.
Mattis: Nein jetzt.
Torsten: Du kannst eine Vesper haben.
Mattis: Nein, Eis.
Torsten: Heute gibt es garantiert kein Eis mehr. Willst du jetzt eine Vesper.
Mattis: Ja.
Torsten: Gut, was willst du auf dein Brot?
Mattis: Eeeeiiiiiissss....

...und es gab Jordgubb (Erdbeer) Yoghurt und dann gings in die Heia. Aber das war auch ein sehr müder Abend und heute gab es tatsächlich trotz bomben Wetter kein Eis. Aber morgen. Und alle sind heute wirklich fleißig marschiert.
Denn gleich nach dem Frühstück ging es 2 km auf Straße und Feldweg nach Himmelstorp (Himmels-'Gehöft').

An Rüben- und Getreidefeldern vorbei in denen sich der Wind Wellenförmig niederschlägt, so dass man das Gefühl bekommt, die Felder wären weich wie ein Fell.
Aber ab durch den Wald zu Himmelstorp. Das ist ein Gehöft mitten im Wald... es ist schön, ja. Man bekommt was zu Essen an den richtigen Tagen. Montag ist kein richtiger Tag. Aber es ist ja nur der Zwischenstopp zu Nimis und Arx in Landonien,



Nach einer kurzen Kekspause geht es dann weiter. Durch das unwegige Gelände, wie es geschrieben steht, führt ein Markierungspfad mit lauter Ns an Bäumen und weißt den Weg.


Trolle finden sich auch überall in den Bäumen und, dass mit unwegig ist auch ganz richtig, denn der etwas überladene Trampelpfad, zum wohl nicht mehr Geheimtip, führt über Geröll, Stock und Stein und ist auch ziemlich steil zum Meer hin geneigt.



Aber dann sind wir nach einem weiteren Kilometer endlich am Ziel. Nimis steht vor uns... ein Kustwerk von Lars Vilks aus 170 Tonnen Treibholz und unzähligen Nägeln. Mit dem Eingang in die wirre, surreale und begehbare Holzskulptur des Kunstprofessors betritt man gleichzeitig Landonien.






Landonien wurde ausgerufen als Mikronation, um den Rückbau des nicht genehmigten Kunstwerkes zu verhindern. Über 15.000 Bürger, die alle nicht hier wohnen, ist diese Nation groß. Seit 2011 hat Landonien eine gekrönte Königin.
Und das alles, sowie auch ein Kauf von Joseph Beuys, sollten und sollen den Abriss verhindern. Gerichtlich verfügt war auch, dass der Künstler selbst vorschlagen soll, wie er das wieder wegmacht. Nach seinem Vorschlag vor einigen Jahren, es zu sprengen, tut sich aber wenig im Prozess. Und heute ist es eine nicht mehr so ganz geheime Touristenattraktion... und zurecht.
Denn das unwirklich-schöne Gebilde kann man nicht nur begehen, sondern auch beklettern. Und das tun wir natürlich auch! :)






Und ich habe sogar fast extra heute morgen ein rosa T-Shirt angezogen, damit man mich auf den Bildern sieht...^^


Wirklich sehr sehenswert und direkt an der Küste Südwestschwedens bei Kattegart.


Und nebenan findet sich das zweite Kustwerk Landoniens, welches ein abstraktes und sogar schon veröffentlichtes Buch mit 352 Seiten darstellt, Arx. Aus Steinen, Alteisen und Beton wurde dies errichtet und ziert hier auch den Strand.
Und von diese Auflage gibt es sogar schon 2 Exemplare, denn irgendwer hat es schon nachgebaut...



Und dem Torsten, Fels in der Brandung und Fahrer die meiste Zeit, der nie so ruckelfrei fahren kann, so dass der Mattis etwas ausschneiden könnte, gefällt es auch wieder. Denn er und die Franziska waren beim ersten Mal vor 8 Jahren schon so begeistert, dass sie uns heute wieder hingeführt haben.



Nach einem unglaublich schnellen 3 km Weg von mir zum Wohnmobil hole ich den Rest am Waldparkplatz ab und es geht weiter nach Mölle. Und natürlich gibt es erst einmal eine Stärkung. Auch für mich, obwohl ich durch meine Fahrt die Blumen-Plastikbecher-Vase vom Mattis auf dem Teppich verteilt habe. Aber man kann ja nicht an alles denken... :)




Und die Halbinsel Kullaberg, die auf dem letzten Bild zu sehen ist, besuchen wir dann natürlich auch noch schnell mal... und so sieht Mölle von dort aus.


Weiter vorne bietet sich natürlich wieder ein hervorragender Ausblick...



...und wir nehmen uns etwas lilablühenden Thymian mit, der uns schon vielerorts begegnet ist.


Aber deswegen sind wir nicht hier hoch gefahren, sondern wegen dem Giraffenfutterständer (laut Franziska), der eigentlich der erste Leuchtturm aus dem 16. Jahrhundert ist.


Und natürlich auch wegen dem echten...


Und da es hier sehr windig ist, sieht man auch an der Vorzugsrichtung allein stehender Bäume. Und ist euch schon aufgefallen, dass auch hier das Wetter wieder hervorragend war. Auch wenn wir gestern nur 39 °C hatten und nicht in Kitzingen dem neuen deutschen Hitzerekord von 40,3 °C beigewohnt haben. Heute Nacht hatte es auch ordentlich geregnet... aber am Tag merkt man nie was von schlechtem Wetter. Das war nun die ganze Zeit schon so, was mich auch wieder in der Theorie 'Wenn Engel reisen...' bestätigt.


Und einen Stock tiefer zur felsigen Küste geht es auf der Suche nach einer Silbermine...


...an Büschen vorbei, die sich auch vor dem Wind schützen...


...hin zu einer Felseinbuchtung, mit einem kurzen Felsüberhang. Das wird als Lahibiagrottan bezeichnet.




Und das hier schon ein paar mehr waren, sieht man an den unzähligen unnötigen Verewigungen an der Felswand. Aber etwas spektekulärer sind hier auch schon die weißen und roten Algen, die sich hier in Felsschüsseln angesiedelt haben.


Oben auf den Wanderwegen könnte man noch stundenlang im Kreis marschieren und sich an der Natur, dem Wetter und dem Meer zu ergötzen... aber für heute reichts.



Übrigens haben wir den Niels schon lange gefunden, denn auf den zwanzig Kronen Banknoten ist er schön illustriert.


Und nicht nur da...


Morgen geht es dann wieder weiter... ich denke nach Lund. Und jetzt sind es nur noch 2 Tage...

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